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Backpacking in Kambodscha: GREEN Angkor Wat in Siem Reap 

 

Es ist fünf Uhr als mein Reisegefährte Jan und ich vor den Toren von Angkor Wat stehen. Wir gehören zu den Ersten, die mit der Taschenlampe durch die Dunkelheit in Richtung Tempel tapsen. Ich habe zuvor in Blogs einiges über den großen Andrang am Morgen gelesen und rechne mit einem Meer aus Menschen und Fotostativen. Es ist dunkel. Nur ein paar Silhouetten kann ich erkennen. Eine nähert sich uns. Es ist ein Junge der uns Kaffee für zwei Dollar verkaufen möchte. Der genüssliche Geruch steigt mir in die Nase, wir können nicht widerstehen. Daraufhin sagt er uns, dass wir schon am besten Aussichtspunkt seien. Ich schaue mich um, es sind kaum Leute da. Wir können es kaum glauben, mag wohl wirklich an der Regensaison liegen. Jan breitet seine Decke aus, wir setzen uns und nippen an unseren Kaffees. Ein erster und letzter Schluck, denn ich Tollpatsch werfe meinen um und er fließt in den kleinen Teich direkt vor uns, auf den der Tempel seine Schatten wirft. Nichtmal verschütteter Kaffee kann mir heute die Laune verderben. Die Dämmerung setzt langsam ein.

Sunrise Angkor Wat

Es dauert nicht lang, dann ist aus der nächtlichen Stille ein wartendes Gemurmel geworden. Hinter uns macht sich eine chinesische Familie breit. Klick, Klick, klick- wird das Vogelgezwitscher durchbrochen. Ein „Ohhhh“ und „Ahhhh“ raunt durch die Stille, während die Sonne hinter dem Tempel aufgeht. Plötzlich wird der Andrang weniger. Die meisten stürmen in den Tempel hinein. Wir haben uns einen ganzen Tag für das Gelände genommen (Tagesticket für alle Tempel 30$). Es war eine Empfehlung von unserem Hostelbesitzer in Banlung, nicht den kleinen und großen Tempeltouren der Tuk-Tuk Fahrer nachzugehen, sondern sich individuell Tempel herauszusuchen. Also genießen wir noch die atemberaubende Schönheit, während die Mehrheit schon hektisch zu den nächsten Tempeln aufbricht.

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Besonders ins Auge fällt, wie gepflegt die Tempelanlage aussieht. Die ganzen riesigen Rasenflächen links und rechts von der Prozessionsstrasse waren mit Palästen und Häusern für hohe Hofbeamte, Priester, Tempeldiener und Tempeltänzerinnen bedeckt – insgesamt wohl an die 20 000 Menschen! Die ganze Anlage war eine Stadt in der Stadt. In der Ferne hören wir ein Surren und plötzlich sind wir gefesselt von dem Teamwork, das die Gärtner der Green Company bei über 30 Grad an den Tag legt. Geht einem die Kraft aus, lässt er seinen Rasenmäher stehen und ein anderer übernimmt. Wir verbringen bestimmt eine Stunde mit den Männern, Frauen und Kindern in grün, bevor wir auf dem Weg nach draußen noch von ein paar Makaken Affen überrascht werden.

 

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