Copteruni/Piloteering – Drohnenschulung in Walsrode 

Auf hoher See eine Drohne mit gewünschter Bildwirkung steuern – eine hohe Kunst. Bei AIDA Cruises gibt es auserwählte 1. TV Operator, die einen Drohnenführerschein besitzen und einzigartige Luftaufnahmen für den Reisefilm generieren. Nun bekam auch ich die Chance an einer Drohnenschulung in Walsrode teilzunehmen.

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In einem ausführlichen, 3-tägigen Kurs vermittelt der erfahrene Berufspilot Jan Evers der Copteruni (Piloteering Unternehmen) Theorie und Praxis für den sicheren kommerziellen Einsatz von Drohnen. Der 32 Jährige ging nach dem Abi zur Bundeswehr, flog dort bereits Hubschrauber und studierte Elektrotechnik. Sowohl seine Bachelor- und Masterarbeit schrieb er über Multikopter. Nach dem Abschluss wechselt Evers zu einer Airline und wurde Verkehrspilot. Neben seiner Tätigkeit als Pilotentrainer arbeitet er auch als Drohnenpilot bei Cineflight.

 

Vier 1. TV Operator sind wir insgesamt. Unser Schulungsequipment – die DJI Phantom 3 Professional, DJI Phantom 4 Professional und DJI Inspire 1 PRO. Bevor wir mit den ersten Flugstunden beginnen, heißt es erst einmal Theorieunterricht. Wir lernen die des Flugsystems, der Flugsteuerung und der Sensoriken. Zudem erklärt uns Jan, wie sich ein Pilot organisiert. Welche Routine müssen wir vor, während und nach dem Flug durchlaufen.

 

Dann geht es raus auf das Fluggelände. Wir bereiten unsere Drohnen vor und beginnen mit unseren ersten Flugstunden. Zunächst lernen wir, die Drohnen im Attitude Mode schweben zu lassen. Gerade auf hoher See kann es öfters vorkommen, dass wir nicht im GPS-Modus fliegen können, aufgrund des fehlenden Signals. Deswegen ist es wichtig, dass wir das hovern auch im Attitude Mode beherrschen. Durch die Schüler-Lehrer-Flugsteuerung hat Jan bei den ersten Flugübungen mit der Drohne immer noch die Kontrolle, falls wir diese verlieren sollten.

 

Am Tag zwei geht es weiter mit der Theorie, bestehend aus den Bausteinen Luftfahrtrecht, Luftfahrtkarten und Meteorologie. Die Drohne darf rein rechtlich gesehen in Deutschland 100 Meter aufsteigen, mit Ausnahme natürlich auch höher. Zu Militärgebieten und Flughäfen sind Mindestabstände von anderthalb Kilometern Entfernung einzuhalten. Menschenansammlungen, Unfälle und Krankenhäuser sind ebenso tabu. Auch die Regeln des Persönlichkeitsrechts müssen unbedingt geachtet werden. Weder darf in Gärten oder Balkone hinein gefilmt werden, noch dürfen Personen erkennbar sein, die dies nicht freigegeben haben. Wer einfach fliegt ohne jeglichen Check und Freigabe des Luftraums, macht sich schnell strafbar. Die neue Drohnenverordnung sieht ab 01. Oktober 2017 einen Kenntnisnachweis durch Theorieprüfungen nach §21a Absatz 4 LuftVO für gewerbliche Drohnenpiloten unbemannter Flugsysteme ab 2 Kilogramm vor. Ohne einen Befähigungsnachweis wird schon jetzt gewerblichen Drohnenpiloten oftmals keine Aufstiegsgenehmigung mehr erteilt.

 

Am letzten Tag der Drohnenschulung heißt es dann nicht nur noch fliegen, sondern auch die Kameraperspektive anzupassen. Übungen, die viel Feingefühl abverlangen. Nach mehreren Flugstunden ist die Schulung zu Ende. Jetzt heißt es noch den Theorietest bestehen, denn ohne Kenntnisnachweis geht keine Drohne von Bord. Wenn alles gut verläuft, kann ich dann bei meinem nächsten Einsatz auf AIDAbella den ersten Drohnenflug wagen.

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