Belize City und seine versteckte Schönheit

Es ist zehn Uhr und das erste Tenderboot von AIDAluna macht sich auf dem Weg nach Belize City. Circa 20 Minuten dauert die Fahrt bis zur Anlegestelle. Belize City ist mit rund 75.000 Einwohnern die größte Stadt und Haupthafen von Belize. Zwei Stunden bleiben mir, um Impressionen mit der Fotokamera einzufangen.

Euphorisch werden mein Kollege und ich am Terminalausgang von den ersten Bewohnern begrüßt. Es dauert nicht lange, bis es an verschiedensten Taxirundfahrt Angeboten hagelt. „Just 10 Dollars, per Person.“ Wir lehnen freundlich ab und gehen in Richtung Küste. Dort treffen wir auf Prince Charles Perez, einen  Geschichtenerzähler für Touristen. Von ihm erfahren wir viel über die Historie von Belize City. Wild gestikulierend, erzählt er uns von den Mayas, wie deren Kultur etwa 2000 v. Chr. das Land beeinflusste. Im 16. Jahrhundert flohen viele der Ureinwohner ins Landesinnere vor den spanischen Kolonisatoren. Zwei Jahrhunderte später war Belize von der Sklaverei geprägt. Bis 1790 betrug der Anteil von Sklavenarbeitern an der registrierten Gesamtbevölkerung rund 75 %. Trotz dunkler Geschichte steht der Stadtname für „die Schönheit“, erklärt Prince Charles Perez.

Wir wollen „das Schöne“ der Stadt finden und verabschieden uns von Prince Charles. Angekommen in „Downtown“ von Belize City, treffen wir auf viele strahlende Gesichter von Schulkindern. Aufgeregt winken sie in meiner Kamera und rufen: „Take a photo from me!“ In Belize ist der Schulbesuch im Alter von 5 bis 14 Jahren verpflichtend und kostenlos. Lediglich Schulbücher und Uniformen müssen selber bezahlt werden.

Während wir durch Downtown laufen, treffen wir auf keine anderen Touristen oder AIDA-Mitarbeiter. Wir fallen sichtlich auf. Einige Bettler und scheinbar Drogenabhängige bitten uns um Essen oder Geld. Zwar ist die Wirtschaft in den letzten Jahren stark gewachsen, die hohe Staatsverschuldung von 85 % des Bruttoinlandsprodukts schränkt die wirtschaftspolitische Handlungsfähigkeit jedoch stark ein. Noch immer lebt rund ein Drittel der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Die Kriminalität soll in den letzten Jahren spürbar gestiegen sein. Dabei spielt der Drogenhandel  eine große Rolle.

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Dennoch finden wir neben heruntergekommenen Häusern auch einige versteckte Schönheiten der Stadt. Wie die St- John’s Cathedral, die älteste anglikanische Kirche in Mittelamerika.  Direkt gegenüber steht das Regierungsgebäude, ein 1814 erbautes koloniales Gebäude. Vielleicht schaut Belize City nicht auf dem ersten Blick einladend aus. Doch spricht man mit den Menschen, merkt man schnell, dass die Schönheit der Stadt eigentlich in ihnen steckt. Hier noch weitere Impressionen:

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